Zum Jahresende stand dann ein kurzer Urlaub in Spanien an.
Ich hatte noch Resturlaub und ein Anruf auf dem spanischen Campingplatz ergab, dass wir einen Platz vom 13.12.2025 bis zum 20.01.2026 bekamen. Somit konnten wir die Planung
angehen. Anders als in den Jahren zuvor, wollten wir uns mehr Zeit für die An- und Abreise lassen, so daß wir keine 900km-Etappen, sondern maximal 500km Tagesetappen planen wollten. Es gestaltete sich schwierig, da wir mit dem Wohnwagen auf Campingplätzen übernachten müssen und die meisten Campingplätze in Frankreich im Winter geschlossen sind.
Allerdings sind wir doch fündig geworden und haben bei Flagey einen Campingplatz, bei Loriol-sur-Drôme einen Bauernhof/Campingplatz und schließlich in Le Boulou nochmal einen Campingplatz aufgesucht. Die weitere Strecke von der Französisch/Spanischen Grenze über Barcelona Richtung Tarragona ist berüchtigt für seine Raubüberfälle. Wir konnten hier 2023/24 3 versuchte Raubüberfälle abwehren. Diesen Streckenabschnitt fahren wir nur noch Montags bis Freitags und ohne anzuhalten.
Der nächste Stopp war dann Spätzle Fritz, um am nächsten Tag die letzte Etappe bis Oliva in Angriff zu nehmen.
Insgesamt war diese Art der Anreise deutlich entspannter. Morgens bei Tageslicht abfahren und Nachmittags bei Tageslicht ankommen. Die Etappen sind so gewählt, dass wir mit der jeweiligen Tankfüllung auskommen und somit mit dem Zugfahrzeug ohne Anhänger zum Tanken fahren können.
Der Aufenthalt auf dem Campingplatz war dann, wie gewohnt, sehr angenehm auch wenn das Wetter diesmal nicht wirklich mitgespielt hat. Wir hatten noch nie so schlechtes Wetter in Spanien wie in diesem Urlaub. Sehr viel Regen, Stürme aber auch schöne Tage. Das Wetter machte uns dann auch für unser Hobby Golfspielen einen Strich durch die Rechnung. Zwei 9 Loch Runden war die magere Ausbeute bei 5 1/2 Wochen Aufenthalt.
Silvester haben wir dann mit 7 Personen in unserem Vorzelt gefeiert. Jeder hat etwas mitgebracht und so standen eine Gyrossuppe, eine Gulaschsuppe, eine Knoplauchsuppe, eine Käseplatte, Brotkörbe und als Nachspeise eine Mascapone-Joghurt-Creme mit Himbeeren bzw. Blaubeeren bereit. Insgesamt eine gelungene Silvesterfeier.
Die Rückreise mussten wir dann mit einer Etappe weniger planen, da der Campinplatz in Le Boulou erst Anfang Februar wieder öffnet. Auch das Wetter wollte wiedereinmal nicht mitspielen, so sind wir einen Tag früher abgereist, weil schwere Regelfälle angesagt waren. So ging es zuerst wieder zum Spätzle Fritz und dort wollten wir eigentlich einen Tag Pause machen, denn für Nordspanien und Südfrankreich wurden Unwetter gemeldet.
Am Morgen beim Frühstück haben wir uns dann doch entschieden weiter zu fahren, denn die Unwetterfront ist aufs Meer hinausgezogen, so das eine gute Chance bestand, gut durchzukommen. In Südfrankreich standen ganze Landstriche unter Wasser. Trotz der doppelten Etappe kamen wir noch vor der Abenddämmerung in Loriol-sur-Drôme an. Der Rest der Rückreise verlief unspektakulär und wir kamen gesund und wohlbehalten zu Hause an.
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